Foto: Ulrike Comes

12.12.

Acht Jahre hat Ulrike Comes als Lehrerin an der Deutschen Schule in New Delhi gelebt. In dieser Zeit begann sie, im Advent für ihre Freunde in Deutschland täglich eine „Tür“ zu ihrem Leben im fernen Indien aufzumachen. Inzwischen zurück in Deutschland, erstellt sie die jährliche Neuausgabe des virtuellen „Adventskalenders“ für alle Freunde nah und fern.

Wie viel Glitzer darf es sein?

Und dennoch – mein Lieblingsstück ist diese Krippenszene. Eine sehr gute Freundin hat sie für mich anfertigen lassen, ein indischer Künstler hat dieses Bild nach ihren Angaben geschnitzt. Der Hintergrund ist verklebter Sand aus vielen Regionen Indiens, extra für diesen Zweck nach Mumbai geschickt. Allein die investierte Liebe macht es schon zu etwas Besonderem. Aber es bringt die Kernaussage dieser speziellen Jahreszeit zum Ausdruck: Letztendlich geht es um das zentrale Geschehen der Menschwerdung. Ohne Schnörkel, Lametta und bunte Wichtel, eine schlichte, arme, existenzielle Situation, strahlend allein durch die Hingabe der beteiligten Personen.

Dieses Bild mahnt mich. Es fordert von mir keine Aktion, erst recht keine weihnachtliche Hektik. Es lädt ein, mich in diese Situation hineinzubegeben, sie für mich und andere strahlen zu lassen.

So, und jetzt werde ich noch ein paar Transparentpapierkerzen vorbereiten. Für die potentielle Siegerklasse. Und das ist kein Widerspruch zum vorher Gesagten. Warum nicht? Probiert es aus!

Bis morgen! Ulrike

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