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Foto: divers

Martin Hoegger

1994 war ich mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen in Iasse (Rumänien) an einer Konferenz zum Thema Spiritualität. Dort wurde die Fokolar-Bewegung vorgestellt, während ich die Erfahrung von Westschweizer Gruppen mit der  „lectio divina“, einer meditierenden und betenden Form des Bibellesens, vorzustellen hatte. Mir fiel auf, wie nahe sich meine „lectio divina“-Erfahrung und das „Wort des Lebens“ waren. Deshalb bin ich mit der Fokolar-Bewegung von Genf in Kontakt getreten und habe ihren weiten Horizont und ihr Schlüsselwort „Dialog“ entdeckt: Dialog zwischen den Kirchen, Bewegungen, Religionen. Dialog mit der Kultur, der Wirtschaft, der Politik, der Kunst... - in allen Bereichen menschlicher Tätigkeit.

Was bringt mir das Wort des Lebens? Es ist meine „lectio divina  während eines Monats und erinnert mich daran, wie wichtig es ist, mich immer wieder an das Wort zu erinnern, es sozusagen „wiederzukäuen“. Als reformierter Pfarrer ist es für mich eine Inspiration für die Predigt, für die geistliche Begleitung und für das persönliche Gebet.

Verschiedene Gruppen unserer Kirchgemeinde legen ihren Begegnungen das Wort des Lebens zugrunde. Jeden Monat passe ich Religionsunterricht das Wort des Lebens für Kinder und Jugendliche an. Der Austausch zum Wort des Lebens in den verschiedenen Gruppen sowie unter den Verantwortlichen des Religionsunterrichtes hat ein spirituelles Klima und eine tiefe Gemeinschaft in unserer Kirchgemeinde hervorgerufen.

Jedes Wort des Lebens richtet mich auf das Wesentliche aus: auf die Liebe Gottes zu uns und die Einladung, ihm zu antworten in Zuneigung zu den Brüdern und Schwestern. Jesu Leiden in seiner Verlassenheit erleuchtet jeden Schmerz; jedes Wort des Lebens will uns miteinander in Gott vereinen; durch sein Wort bleibt der auferstandene Christus in unserer Mitte, in seinem Geist und baut sich seine Kirche auf.

Das Wort des Lebens verwurzelt mich noch tiefer in der Tradition meiner reformierten Kirche, für die das Lesen der Bibel eine so wichtige Rolle spielt. Gleichzeitig gibt es mir die Möglichkeit, die universelle Kirche zu leben durch das Wort Gottes, das allen Christen gemeinsam ist. So war für mich die Teilnahme an Kongressen der Fokolar-Bewegung mit Brüdern und Schwestern aus vielen Konfessionen und kirchlichen Gemeinschaften aus etwa 100 Ländern einer der stärksten Momente in meinem Leben.

Ich habe den Eindruck, dass dort Samen der Erneuerung entstanden sind, wo ich das Wort des Lebens „säen“ konnte.

Wer ist noch dabei? Und warum?

Thildi Knecht

Pensionierte Lehrerin

Ich bin dabei, weil ich Gott Raum geben möchte.

Noemi Ganarin

20, Studentin

Ich bin dabei, weil wir die Welt verändern können!

Franz Wyrsch

Pensioniert, ehem. Bahnhofchef

Ich bin dabei, weil ich an Gottes unendliche Liebe glaube.

Andrea Reuter

Sopranistin

Ich bin dabei, weil Spiritualität etwas in Bewegung setzt.